Warum wir für die Digitale Transformation mehr Führungsautorität brauchen

Die agilen Methodiken und Methoden sind erfunden und teilweise schon bewährt.
In der Praxis stellen sich als Blockaden der agilen digitalen Transformation im Kern jedoch immer wieder zwei Faktoren heraus: Organisationsstruktur und Führungskultur.

Agile Arbeitsweisen benötigen Rahmenbedingungen, die auf Gleichwertigkeit (nicht Gleichheit) aller Beteiligten zielen. Sie benötigen aber auch mit der gleichen Bedeutung ein anderes Führungsverständnis.

Nur Strukturen zu wandeln oder gar Hierarchien abzubauen, reicht nicht. Nur Appelle an Führungskräfte zu richten, dass sie weniger kontrollieren und mehr vertrauen sollen, reichen auch nicht. Es braucht für die agile digitale Transformation beides.

Für diesen strukturellen und kulturellen Paradigmenwechsel braucht es jedoch mehr Führung als weniger. Aber in einer neuen, bislang unbekannten Form.

Denn Führung, gleicht wie sie organisiert bzw. strukturiert ist, braucht zur Wirksamkeit Autorität. Führungsautorität, die Orientierung im Freiraum bietet, den Unternehmenszweck und die Ziele immer wieder in den Fokus bringt sowie gemeinschaftlich legitimierte Regeln hütet.

Dies alles bedeutet am Ende, konstruktiv Konflikte zu bearbeiten.

Führungsfunktionen und -rollen sind unabdingbar, Konflikte zu identifizieren und zu bearbeiten oder in Bearbeitung zu bringen. Die Praxis zeigt, dass nur die allerwenigsten Teams dazu selber in der Lage sind.

Aber erst durch die nachhaltige Konfliktbearbeitung entsteht ein Wandel des Führungsverständnisses und der Strukturen. Denn Organisationsstrukturen sind externalisierte mentale Modelle von Menschen. Wandeln sich mentale Modelle, wandeln sich auch Strukturen.

Für diese Kernaufgaben von Führung in Transformationenprozessen sind die beiden traditionellen Formen von Autorität (autoritär bzw. anti-autoritär) dysfunktional. Was es stattdessen braucht ist eine neue, horizontale Haltung zu Autorität.
In diesem Vortrag stellt Frank H. Baumann-Habersack funktionale Strukturmodelle in Verbindung mit der neuen, horizontalen Haltung zu Führungsautorität dar.

Frank Baumann-Habersack, Goldpark AG Unternehmensberatung

Frank Baumann-Habersack, Goldpark AG Unternehmensberatung

22. März 2018

10:30 - 11:15

Fortgeschritten

 

Frank Baumann-Habersack, Goldpark AG UnternehmensberatungFrank H. Baumann-Habersack (B.A.) (@FrankBauHa) ist Miteigentümer der Unternehmensberatung Goldpark AG in Frankfurt/Main und dort als Vorstand tätig. Seine Spezialgebiete sind die Begleitung konfliktreicher Transformationsprozesse, Mediationen von Geschäftsleitungs- und Aufsichtsratsgremien sowie Leadership-Themen. Der Unternehmer arbeitete zuvor als Führungskraft, Projektleiter und interner Berater in unterschiedlichen Branchen. Baumann-Habersack ist Bankkaufmann, Betriebswirt und Arbeitswissenschaftler, Master of Arts in Konfliktmanagement und Mediation (i.A.) sowie ausgebildet in NLP, systemischer Familientherapie und Supervision.
Er ist Autor des Buchs "Mit neuer Autorität in Führung" (SpringerGabler).

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